Autonome Einkaufswagen
Kinectbasierte Shopping-Assistenten
Wie dieses Geekwire Video zeigt, ist die Idee eines Kinect-basierten Shoppingassistenten, der Sprachsteuerungs- und RFID-Technologien vereint bereits marktreif. Ein Einkaufswagen also, der uns eigenständig durch den Supermarkt begleitet, Artikel scannt, Einkaufslisten abarbeitet, Empfehlungen ausspricht und den getätigten Einkauf sogar eigenständig abrechnet.
Fraglich ist allerdings ob sich dieser Prototyp auch in der Gruppe mit anderen Geräten seiner Art verträgt. Auch die Sprachausgabe stelle ich mir in der Praxis unpraktisch vor. Anhand solcher Beispiele zeigt sich jedoch schon jetzt in welchen Bereichen sich die von Microsoft entwickelte Gesten-Steuerung Kinect überall durchsetzen könnte.
Microsoft says more than 300 companies are working on commercial applications for Kinect on Windows. Other demos today included an application that gave an immersive virtual tour of a new vehicle, and another that let kids interact with a wildlife show. (geekwire)
Auch die Kombination mit anderen Technologien wie Spracherkennung und RFID sind durchaus reizvoll. Die künstlichen Assistenten dürften vor allem für alte und körperlich beeinträchtigte Menschen interessant sein. Das demonstrierte ein Video des Department of Informatics der University of Beira Interior mit dem wi-GO Projekt bereits vor acht Monaten.
wi-GO is a project that seeks to unite the technological knowledge and liability in the construction of a common path toward integration and improved quality of life. With the aim of building a barrier-free society, the project wi-GO is a robot system based on sensor technology Kinect that enables the disabled person, but also the elderly and pregnant women, among others, carry objects without difficulty, comfortably and safely. (wi-GO)
Die Vermessung des Selbst
Podcast über die Quantified Self Bewegung
DOWNLOAD MP3 (67,5 MB) OGG (17,5 MB) COVER
Das knapp 30-minütige Stück habe ich für Deutschlandradio Kultur produziert, wo es am 5. Januar 2012 im Rahmen der Sendung “Forschung und Gesellschaft” gesendet wurde. Die hier vorliegende Version habe ich mit GEMA-freier Musik von Kevin Macleod (CC-BY) neu abgemischt, damit das Feature auch problemlos im Netz unter einer Creative Commons Lizenz (BY-SA) erscheinen kann.
Medizinische Informationen waren lange Zeit nur Ärzten und Experten vorbehalten. Die so genannte Quantified-Self-Bewegung will nun das Wissen über unseren Körper und unsere Gesundheit demokratisieren – mithilfe neuer Technologien. (dradio.de)
Text, Regie und Produktion: Christian Grasse
Musik & Sound: Kevin Macleod, Christian Grasse
Sprecher: Moritz Metz, Jochen Dreier, Bettina Conradi
Endlich ein Siri-Klon für Android Phones!?
Sprachassistenten Alice, Iris, Alicoid und Co.
Apples sprachgesteuerter und im iPhone 4s verbauter Assistent Siri ist toll. Keine Frage. Und das, obwohl Google schneller war in Sachen Spracherkennung und Sprachsteuerung. Kompliziert wird es allerdings nicht unbedingt bei der Erkennung von Sprache an sich, problematisch ist viel mehr die intelligente Verknüpfung des Inhalts, die semantische Ebene hinter dem gesprochenen Wort. Das beherrschen die vielen Möchtegern-Siri-Klone für Android bisher nicht. Das Einschalten von Apps wie Iris oder Alice ist eher ein lustiger Zeitvertreibt als ein ernstzunehmender Assistent auf dem Smartphone. Alicoid will das ändern. Die Macher spezialisieren sich auf die Erkennung und Verarbeitung der deutschen Sprache und liefern mit ihrer persönlichen “Butler”-App durchaus interessante Ergebnisse.
Alicoid merkt sich Namen oder Beschreibungen (“Meine Frau” oder “Chef”) und verknüpft sie auf Wunsch mit Personen im Adressbuch des Handys, spricht Schlagzeilen aus der Welt der Nachrichten, kennt das Wetter, zeigt auf Zuruf Bilder von bekannten Persönlichkeiten oder Orten, dient als schnelles Recherche-Werkzeug wenn es um Alltagswissen und Fakten geht und kann sogar schwierige Fremdwörter definieren. All das funktioniert mehr oder weniger problemlos. Auch das Öffnen von Apps, das Stellen von Weckzeiten, das Verfassen von SMS, Emails, Social-Media-Nachrichten oder das Navigieren per Spracheingabe “Wann fährt der nächste Zug nach Hamburg?” beherrscht die App. Viele Antworten liefert Alicoid sogar ohne eine externe Anwendung starten zu müssen. Eine Liste der “Steuerungsbefehle” liefert die sehr gut dokumentierte Webseite der Entwickler.
Leider hackt die Applikation zu oft und das verzögerte Auslösen der Spracheingabe sorgt früher oder später für Verwirrung auf beiden Seiten (Nutzer und virtueller Assistent). Das nervt bei längerer Nutzung der App. Bei leistungsstärkeren Smartphones ist die Performance evtl. besser (getestet wurde mit einem Nexus S). Zusammenfassend betrachtet wirkt Alicoid bisher wie eine offene Beta-Version einer Konzept-Software mit viel Potenzial. Ärgerlich daran: Die App kostet Geld. Zwar sind 99 Cent nicht viel aber solange die Software nicht zuverlässig funktioniert und die Nutzer mehr oder weniger als Testobjekte gelten, wäre es zu begrüßen parallel zur kostenpflichtigen Vollversion eine kostenlose Lite-Version im Android Market angeboten zu bekommen.
Bis eine ernsthafte Siri-Alternative auf dem Android-System erscheint, wird es wohl also noch ein wenig dauern. Aber die Gerüchteküche brodelt bereits seit einigen Monaten und lässt erahnen, dass Google selbst an einer Alternative arbeitet. Demnach soll Siri bei Google-internen Android-Entwicklern eine rege Entwicklungstätigkeit ausgelöst haben. “Google soll bald eine ähnliche Funktion namens Majel auch für Android-Smartphones bereitstellen.”, schreibt Golem. Wann es soweit sein soll ist allerdings noch völlig unklar. Vielleicht zum bald kommenden Start von Android 5.0!?
Alicoid-Homepage
Alicoid im Android-Market (99 Cent)
Alicoid Online-Dokumentation und Funktionsumfang
Die App-Entwickler bei Google+ Facebook und Twitter
Weitere Tests und Meinungen:
Android-Sprachsteuerung mit vielen Talenten (androidapptests.com)
Genau wie Siri: Alicoid (android-fan.de)
FreeQuency Podcast Folge 52
Surf-Pop, Indiefolk, Soul-Hiphop und mehr
Foto: Geert van der Velde / The Black Atlantic // CC-BY Flickr/really nothing
In der Februar-Ausgabe präsentiert euch FreeQuency eine wilde Netzmusik-Mischung aus Surf-Pop, Alternative-Country und Folk sowie Musik, in der Old School Rap auf Funk & Soul trifft und 60s Garage-Klänge auf Spaghettiwestern-Soundtracks prallen. Diesmal im FreeQuency-Interview: Geert van der Velde von der holländischen Indiefolk-Band The Black Atlantic, der u.a. über seine Erfahrungen mit dem Crowdfunding-Konzept spricht. Download- und Infolinks samt Playlist gibt es hier. Den Direktlink zum MP3 findet ihr hier.
Mashup atmosphärischer Stadtklänge
Das "You Are Listening To" - Projekt
Eric Eberhardt bringt Nordamerikanische Städte zum Klingen. Die Basis seiner virtuell-multimedialen Klanginstallation “You are listening to…” ist der Polizeifunk, der mittlerweile auf 17 angewachsenen Städte. Darunter sind Metropolen wie Los Angeles, Boston und Chicago.
Der öffentlich zugängliche Polizeifunk-Stream wird auf der Seite youarelistening.to mit Stadtbezogenen Bildern von Flickr und atmosphärischen Ambientklängen aus der Soundcloud-Datenbank komplettiert. So entsteht ein individuelles Stadtklangbild, das Eberhardt auch gerne auf mobile Endgeräte bringen will. Für die Finanzierung einer iPhone-App sammelt er deshalb Projektgelder via Kickstarter.
Hi! If you’re digging all the music & ambience in your web browser & want to help me bring the site to iPhones and make a bunch of other updates, please consider making a donation to my Kickstarter Project that will be running till the end of February.
Überallmusik
Kontaktmikrofone und Gestensounds
Alles klingt. Oder besser: alles kann klingen. Bruno Zamborlins Kontaktmikrofon-Softwarekombination Mogees entlocken jeder erdenklichen Oberfläche einen Klang, der durch Klopfen und Streichgesten manipuliert werden kann. Wenn man dieses Konzept auf eine Gruppe von Musikern überträgt, die an verschiedenen Orten, auf verschiedenen Oberflächen zeitgleich Klänge produzieren und diese ins Netz streamen, könnten ziemlich interessante Kompositionen entstehen.
Mogees is a project that uses microphones to turn any surface into an interactive board, which associates different gestures with different sounds. This means that desktop drummers could transform their finger taps and hand slaps into the sound of a marimba or xylophone.
[via]
FreeQuency 01/2012 Ludwig Special

Foto: Ludwig / ludwig.bandcamp.com
In der ersten FreeQuency-Sendung in 2012 besuche ich für ByteFM die Berliner Band Ludwig und spreche mit Sänger Peter Dick und Gitarrist Petja Bartels über das jüngste Schaffen der DIY-Spezialisten, das sie in Form ihres Debutalbums “Koltrast” bei dem Münchner Netlabel Aerotone veröffentlicht haben. In der Sendung werden 8 Songs des Debuts präsentiert und diverse Indiemusikerthemen abgehandelt. Wie nimmt man ein Album in Eigenregie mit kleinstem Geldbeutel auf und lässt es dabei trotzdem professionell klingen? Wo liegen die Unterscheide zwischen Kelleraufnahmen im Do It Yourself Stil und der Arbeit in einer professionellen Studioumgebung? Was bedeutet eigentlich der Begriff des Albums heutzutage und wie ändert das Netz die eigene künstlerische Identität? Diese und weitere Fragen werden in dem einstündigen FreeQuency Ludwig-Special am 19.01.2012 um 13 Uhr thematisiert. (Im Anschluss steht die Sendung als Podcast (Update: Direktlink zum MP3) im Netz)
Hier schon vorab die Playlist der Sendung und ein kleiner Teaser:
01. What It Is
02. All In A Tremble
03. Beans
04. Lost To Words
05. Reflections & Errors
06. Reset
07. Get Your Push
08. Bowled Over
Das Ludwig-Debutalbum “Koltrast” steht auf folgenden Seiten frei im Netz und wird von der Band unter einer CC-BY-NC-SA Lizenz zur Verfügung gestellt:
http://www.ludwig-music.com
http://www.aerotone.net/release/6/ludwig-koltrast

