Podcast #39 FreeQuency #33

Musik aus Leidenschaft

Als der New Yorker Dave Garwacke vor 4 Jahren begann, ein paar Konzerte von befreundeten Bands aufzuzeichnen, bestand die Idee für seine frisch gestartete Webseite ifyoumakeit.com darin, den befreundeten Bands dabei zu helfen online präsent zu sein. Mit den Jahren ist aus dem Hobbyprojekt ein virtuelles, multimediales Wohnzimmer geworden, das Livekonzerte, Sofa-Jam-Sessions, freie Downloadalben und ein Musikmagazin hervorgebracht hat. Garwecke steckt jede Minute und jeden Dollar der über ist in sein Projekt, ” Once I started my new job, I realized I had enough money to try to start cataloguing the bands that were around me.”. Das Ergebnis ist eine liebevoll kuratierte Musikauswahl von Pop und Folk bis Rock und Punk in Bild und Ton. In FreeQuency gibt es einige kleine Prachtstücke von If You Make It zu hören.

Ebenso engagiert und voller Leidenschaft ist das Netlabel Records On Ribs. “Records on Ribs is against nothing”, steht in ihrem Manifest. “We are merely putting into practice what we believe.” Musik kann man nicht an Geld messen, Kunst lasse sich nicht in Zahlen und Geschäftsmodellen ausdrücken. “Desire cannot be quantified thusly.” Wer für die Musik, die sich irgendwo zwischen Pop und experimenteller Musik bewegt, spenden will, kann das tun. Neben den freien Downloads werden auch handgemachte Tapes und CD-Rs angeboten, die nur auf Bestellung hergestellt werden. “Tapes, CD-Rs and the Internet give us the opportunity to distribute music for free without losing significant sums of money.” All das sei nichts besonderes, schreiben die Macher bescheiden auf ihrer Webseite: “anyone could do what we are doing. A free-for-all. Brilliance obscured by an avalanche of mundanity.” In der Sendung könnt ihr einen kleinen musikalischen Querschnitt des Records On Ribs Musikkataloges hören.

Selfish Whales – The Horns
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
Paul Baribeau – Rolling Clouds
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Storylines – Daisy
MP3 | CC | WEBSITE
Les Étoiles – The Clearing
MP3 | CC | WEBSITE | RECORDS ON RIBS
Candy Hearts – Punk Songs
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
Candy Hearts – What You Want
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Slate Lottery – When The Night Comes
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Slate Lottery – Spring, 2008, Detroit.
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Max Levine Ensemble – Ben Weasel Thinks We Suck
MP3 | CC | WEBSITE | QUOTE UNQUOTE RECORDS
The Wild – The Saddest Thing I Ever Saw
MP3 | CC | WEBSITE | QUOTE UNQUOTE RECORDS
We Show Up On Radar – An Animal Sports Day
MP3 | CC | WEBSITE | RECORDS ON RIBS
Talk Less, Say More – You Were Right About Me
MP3 | CC | WEBSITE | RECORDS ON RIBS
The Storylines – Pink Star
MP3 | CC | WEBSITE
Holcombe Waller – Bored Of Memory
MP3 | CC | WEBSITE

Musik aus Leidenschaft

Screenshot ifyoumakeit.com

Als der New Yorker Dave Garwacke vor 4 Jahren begann, ein paar Konzerte von befreundeten Bands aufzuzeichnen, bestand die Idee für seine frisch gestartete Webseite ifyoumakeit.com darin, den befreundeten Bands dabei zu helfen, online präsent zu sein. Mit den Jahren ist aus dem Hobbyprojekt ein virtuelles, multimediales Wohnzimmer geworden, das Livekonzerte, Sofa-Jam-Sessions, freie Downloadalben und ein Musikmagazin hervorgebracht hat. Garwacke steckt jede Minute und jeden Dollar der über ist in sein Projekt, “Once I started my new job, I realized I had enough money to try to start cataloguing the bands that were around me.” Das Ergebnis ist eine liebevoll kuratierte Musikauswahl von Pop und Folk bis Rock und Punk in Bild und Ton. In FreeQuency gibt es am Donnerstag ab 13 Uhr auf ByteFM einige kleine Prachtstücke von If You Make It zu hören (später natürlich auch hier als Podcast).

Hier ein Stück von Archipelago “Have Here” aus der Pink Couch Session.

CC-Comic

Dieses nette brasilianische Comic erschien schon im April, kam aber in unseren Kreisen erst durch Netzpolitik an die Oberfläche. Es steht unter der liberalsten CC-Lizenz, die Bearbeitung und Weitergabe auch unter kommerziellen Bedingungen erlaubt, solange der Urheber (in diesem Fall der brasilianische Künstler Nerdson) genannt wird.

Übringens sind auf der Seite von Nerdson noch sehr viel mehr Comics zu entdecken, die, wie alle Inhalte seiner Webseite, unter Einhaltung der CC-BY-Lizenz frei genutzt werden können.

CC-Comic by Nerdson // CC-BY http://nerdson.com/blog/criativos-comuns/

Podcast #38 FreeQuency #32

FreeQuency präsentiert Musik aus Russland, die laut Kritiker irgendwo zwischen Hiphop und Indiepop anzusiedeln ist, spielt düsteren Pop aus England, Zukunftsmusik aus dem Jahr 2999 und stellt eine Compilation vor, die die Südamerkanische Indieszene vorstellt.

Tarran The Tailor – Belong Tonight // MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Will You Follow // MP3 | CC | WEBSITE
Monokle & Galun – Two Times // MP3 | CC | WEBSITE | 12REC
Monokle & Galun – Means // MP3 | CC | WEBSITE | 12REC
Azoora – Tension // MP3 | CC | WEBSITE | 23SECONDS
Azoora – Predetermined // MP3 | CC | WEBSITE | 23SECONDS
El Hajin – Out Of The Unknown // MP3 | CC | WEBSITE | PEPPERMILL RECORDS
Alphabets Heaven – Arka // MP3 | CC | WEBSITE | PEPPERMILL RECORDS
Bicicletas – Quema // MP3 | CC | WEBSITE
Astro – Railfilter // MP3 | CC | WEBSITE
Francois Peglau – One minute to midnight dream // MP3 | CC | WEBSITE
Boat Beam – The Rain Pauly // MP3 | CC | WEBSITE
Carka Morrisson – Esta Soledad // MP3 | CC | WEBSITE

Weitere Podcasts

Zukunftsmusik

Illustration: T. Brown (CC BY-NC-ND) http://www.peppermillrecords.com/out_of_the_unknown

Wie klingt wohl die Zukunft, 989 Jahre entfernt von heute? Das versucht das Projekt- und Konzept-Netlabel Peppermill Records herauszufinden. “2999” heißt das engagierte Projekt. Die Labelmacher fragen ausgewählte Künstler, wie sie sich die Zukunft vorstellen und bitten sie, ihre Vision musikalisch zu verarbeiten. Dabei soll ein Soundtrack für das 30ste Jahrhundert entstehen. Neben der Musik erscheint zu jedem Song eine Illustration (z.B. von T. Brown s.o.). Die Stücke und Bilder lassen sich wirklich hören, bzw. sehen. Jeden Freitag erscheint ein neuer Track. Die bisherigen Songs sind natürlich elektronischer Natur. Alles andere wäre auch nur schwer denkbar. Ob es im Jahr 2999 noch “handgemachte” Musik geben wird? Wird es noch Gesang geben? Welche Genre werden sich wohl entwickeln, welche aussterben? Insgesamt also eine spannende Fragestellung, der sich das kanadische Netlabel für ein ganzes Jahr widmet.

“So come along with us for the next year as every week we bring you another glimpse into the world of tomorrow and dance like it’s 2999!”

El Haijn – Out Of The Unknown by The Peppermill // CC

Mehr Musik für das Jahr 2009:
http://www.peppermillrecords.com/2999

Dystopia Deathstar

Bild: CC-BY Florian Kuhlmann http://www.dystopiadeathstar.de/

Bevor das wieder untergeht, hier ein Hinweis auf die beeindruckenden Arbeiten von Florian Kuhlmann, den man wohl am treffendsten als Multi-Medienkünstler beschreiben kann. Neben seinen Malereien, Performances, Installationen, Photografien und Netzkunst-Projekten, sei hier besonders auf die Collagen des Düsseldorfers hingewiesen. Sein Dystopia Deathstar besteht aus unzähligen Einzelbildern, die er zu einem Gesamtkunstwerk arrangierte. Die über 100 MB große Bilddatei mit einer Auflösung von 5906 x 9449 Pixeln (200 DPI) steht unter der Creative Commons BY-Lizenz. Jeder dürfe damit machen was man wolle, schreibt Kuhlmann in der Info-Datei zur Collage. “Sie dürfen das Bild ausdrucken, vervielfaeltigen, kopieren, speichern, projezieren, modifizieren und alles andere was ihnen noch damit einfaellt.”

Link zum Dystopia Deathstar
Download der PNG-Datei (101 MB) (CC-BY)
Webseite von Florian Kuhlmann

Tarran The Tailor

<a href="http://tarran.bandcamp.com/album/the-salt">INTRO by Tarran the Tailor</a>
(Tarran The Tailor – The Salt // CC)

Tarran The Tailor, alias Tarran Gabriel kommt aus Vancouver und macht von osteuropäischen Klängen inspirierten Indie-Folk, der zum Teil an Beirut erinnert, hin und wieder nach Manu Chao klingt und in energetischen Momenten das Charisma eines Eugene Hutz und seine Gogol Bordello erreicht. Trotzdem ist “The Salt”, das Debutalbum des Kanadiers, ein eigenständiges und vorallem sehr eigenwilliges Werk, dass zwischen Freude und Trauer, Witz und Melancholie schwankt. Gerade deswegen möchte man gerne glauben, dass die besungenen Geschichten wahr sind. Aber dem ist nicht so: The Salt ist der Soundtrack für einen bald erscheinenden Kurzfilm, in dem es um einen alten Mann geht, der seine Heimat verlässt, um auf Übersee sein spätes Glück zu finden.
Und die Reise über das Meer in dieser “An Ocean folk tale” scheint Tarran besonders zu beschäftigen: In einigen Liedern hört man Meeresrauschen und knarzende Segel eines einsam und auf hoher See verloren wirkenden Segelbootes. Dazu passen auch die Bilder auf seiner Webseite, die zum Großteil aus Unterwasser-Fotografien bestehen.

“The Salt” gibt es zum Pay-What-You-Want-Betrag auf Bandcamp. Weitere Tracks von ihm gibt es bei dem ebenfalls aus Kanada stammenden Netlabel Peppermill Records.


Die Texte von METAWELLE stehen, wenn nicht anders gekennzeichnet, unter dieser CC-Lizenz.

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