Make Your Own Disco!

Make Your Own Disco!
[Foto: CC by oskay]

Metawelle.net streckt den sich immer wiederholenden Klängen der Provinzdiscos dieser Welt den kalten Rücken zu und tut das, was getan werden muss: Wir machen unseren eigenen Clubmix und teilen ihn mit der Welt.

Hiermit rufen wir dazu auf, Mixe zusammenzustellen und diese ebenfalls der Welt zugänglich zu machen. Geht hinaus in die weite Welt der Netlabels, stöbert, hört und sammelt! Schmeißt das beste in einen Topf, rührt einmal kräftig durch und ab damit auf den virtuellen Gabentisch. Make Your Own Disco! [Weiterlesen...]

Indiespirit aus Mexiko: Delhotel Records

Eine ausgeprägte und lebendige Indieszene vermutet man in den USA, New York zum Beispiel. Klar. England, natürlich, London eben. Dann fällt mir spontan noch Kanada ein und sogar auf dem europäischen Festland kann man einige Hochburgen des Indie ausmachen. Wie die Überschrift es jedoch schon erahnen lässt, geht es in diesem Artikel um eine bislang international weniger beachtete Szene. Und zwar die Indieszene in Mexiko. Nord-Ost-Mexiko um genau zu sein. Denn dort gibt es einen Ort, an dem der Indie noch umbefleckt ist - frei von ausgelutschten Stars und ausgebrannten Melodien. Monterrey, ein Ort, in dem Delhotel Records seine Türen der Welt öffnet. [Weiterlesen...]

Not just another Netlabel: aaahh-records.net

aaahh-records

Der Grund für das viele Nichtstun hier auf der Metawelle liegt zum großen Teil an einem neuen Projekt, das einige Leute, die auch bei Metawelle involviert sind, ins Leben gerufen haben. Das Netlabel aaahh-records.net ist seit heute online und hat bis jetzt viel Zeit in Anspruch genommen, die sich jedoch sehr gelohnt hat, wie wir finden. Die erste Release steht bereits, an weiteren wird gearbeitet. Das kanadische Indie-Folk Duo The Wind Whistles steuerte mit dem grandiosen Album “Window Sills” die erste Veröffentlichung des frischgebackenen Labels bei und lässt unsere Herzen ein paar Takte schneller schlagen. Schaut vobei, schaut euch um, hört rein, ladet herunter, teilt und verteilt und vorallem: sagt es weiter!

aaahh-records.net
myspace.com/aaahhrecords

Was Süßes für die Wilden

Sweets for the Wild III - Another RecordsIn der zehnten Ausgabe der Top5 habe ich ja bereits auf das französische Label Another Record hingewiesen. Das Label hat es verstanden CC-Lizenzen geschickt als Promotion-Tool einzusetzen. Die aktuelle Release ist eine Compilation mit dem Namen “Sweets For The Wild 3“, die als MP3, sowie als OGG zum freien Download bereitsteht. Der Name lässt darauf schließen, dass es bereits zwei Vorgänger des Samplers gab. Bis jetzt verstecken diese sich jedoch noch unfindbar in den Tiefen der Labelseite.

Die Compilation kommt in Form eines Doppelalbums, auf dem diverse Arten des Indie ihren Platz finden. Von anständigen Singer/Songwriter-Kompositionen bis hinzu Punkrock-angehauchten Knüppelsongs, die allerdings nie zu sehr ausufern, tummeln sich 22 Tracks auf der Doppel-LP. Insgesamt bleiben die Tracks jederzeit zugänglich und verlassen den Raum des Pop nur beschränkt, was hier durchaus gut gemeint ist.

Auf diesem Sampler gibt es wirklich viel Neues zu entdecken. Den Kritikern, die der freien Musikszene gute Releases aus dem Indie- und Popbereich absprechen, wird mit dieser Compilation einmal mehr das Gegenteil bewiesen. Handgemachte Musik ist schon lange in der Netaudioszene angekommen. Aus anfänglich kleinen Trampelpfaden werden langsam aber sicher gut begehbare Wege.

Teil 1: ZIP Mp3 | ZIP Ogg

01. RROSE TACET - I drop all the chorus (BY-NC-ND)
02. POLDER - Feeler (BY-NC-ND)
03. VIA DUBAI - Time (BY-NC-ND)
04. THIS IS BLUE - Montreal (BY-NC-ND)
05. MOONPALACE - Your words (BY-NC-ND)
06. DOLORES - Obscene (BY-NC-ND)
07. YOUR SPOKEN HOROSCOPE - My name is Joseph (BY-NC-ND)
08. THE HEALTHY BOY - There are things (BY-NC-ND)
09. JACK LEWIS - The day that Neil Young died (BY-NC-ND)
10. YEEPEE - The worst concert ever (BY-NC-ND)
11. PHOEBE - To be of use (BY-NC-ND)

Teil 2: ZIP Mp3 | Zip Ogg

01. DAY IN DAY OUT - I want faithfulness (BY-NC-ND)
02. DRIFT EASE LINE - Mint green (BY-NC-ND)
03. BLUE HAIRED GIRL - Uterus (BY-NC-ND)
04. LAURENT PARADOT - Silence (BY-NC-ND)
05. KRAKEN OXEN - Residents illuminating peace (BY-NC-ND)
06. DREW DANBURRY - Red rock virgin’s encounter with winter nights (BY-NC-ND)
07. ROKEN IS DODELIJK - In these places (BY-NC-ND)
08. CHRIS MAHER - Exposing bone (BY-NC-ND)
09. RECIFE - L’univers (BY-NC-ND)
10. UP TO THE GROUND - One and a half (BY-NC-ND)
11. 21 LOVE HOTEL - Bella ciao (BY-NC-ND)

Another Record (Offizielle Homepage)
Another Record @ Myspace
Sweets For The Wild III Compilation

Podcast #009 - Eingänge zur Vorhalle

Bandfoto Inlets
[Foto: Luvsound]

Warum dieser komische Titel. Weil die Band Inlets (Eingänge) eine tolle EP namens Vestibule (Vorhalle) veröffentlicht hat. Der Kopf der Bande ist Sebastian Krueger, der auch bei der Band My Brightest Diamond als Gitarrist mitwirkt und nun sein musikalisches Können solo mit freundschaftlicher Unterstützung auf die Beine gestellt hat. Das Netlabel LuvSounds hat das Werk herausgebracht und sich (und uns) damit nicht nur um eine tolle Platte bereichert, sondern auch eine ungewöhnlich poppige Vö getätigt. Denn eigentlich klingt bei ihnen alles etwas experimenteller.
Gut so, denn Inlets sind auf jeden Fall einen kleinen Podcast wert!


MP3 | 128 Kbps | 4,5 MB | 4:54 Min.

Inlets - Vestibule EP (ZIP) (BY-NC-SA)

Inlets - Pictures of Trees (BY-NC-SA)
Inlets - Decks, Up and Above (BY-NC-SA)
Inlets - Straphanger (BY-NC-SA)
Inlets - See Her, Seer (BY-NC-SA)
Inlets - Roots on Sidewalks (BY-NC-SA)
Inlets - Threads (BY-NC-SA)
Inlets - Sunfed Shapes (BY-NC-SA)
Inlets - You Are an Effigy (BY-NC-SA)

Und hier noch ein traumhaftes Video der Blogotheque:

Inlets (Offizielle Homepage)
Inlets @ Myspace
Inlets @ Archive
Inlets @ Luvsound

Kräftiger Geschmack

The Pepper Mill

Pfeffer erhält erst in gemahlener Form die maximale Schärfe, vorallem wenn er frisch ist. Außerdem kann eine Pfefferpflanze zweimal jährlich geerntet werden. Nun soll dies hier kein Beitrag über Pfeffer werden aber trotzdem ist es angebracht diese Informationen voranzuschicken, denn das vereinfacht eventuell das Verständnis rund um das wahrscheinlich würzigste Netlabel, das den virtuellen Raum zur Zeit mit wunderbar abwechslungsreicher Musik versorgt: The Pepper Mill.

Bescheiden schreiben die Betreiber auf der Seite des Netlabels: “The Peppermill is a fun little netlabel based in the mountains of British Columbia, attempting to make interesting musical art.

Das Besondere an diesem Netlabel sind kollaborative Arbeiten von diversen internationalen Künstlern und Musikern, die wie bei gemahlenem Pfeffer ein Potenzial erreichen, das in Rohform vorher nicht in einem solchen Ausmaß existierte - so ist vielleicht die Analogie zum Selbstverständnis des Netlabels zu verstehen. 30 Days - The Pepper Mill Die erste Veröffentlichung des Netlabels enstand innerhalb einer unglaublichen Zeit von nur 30 Tagen. Am 12. Dezember 2005 nahm ein Künstler einen ersten Song auf und musste damit bis Mitternacht fertig sein, um dann das Ergebnis zu einem weiteren Künstler zu schicken, der wiederum 24 Stunden Zeit hatte ein musikalisches Werk zu erschaffen. Nach 29 weiteren Tagen, diversen Inputs internationaler Künstler (und einem wachsenden Haufen Pfeffer, um bei der Analogie zu bleiben :-) ), war die erste Release des frisch gemahlenen Netlabels fertig: “30 Days“. Noch am selben Tag des Fertigstellens des 30sten und letzten Songs der Serie, ging das Doppelalbum samt Cover am 10. Januar 2006 online. Natürlich unter einer Creative Commons Lizenz.

Musikalisch treffen bei der ersten Release sämtliche Sphären elektronischer Netlabel-Klangkunst aufeinander, die mit einem Gewissen Anspruch ausgestattet ist, trotzdem irgendwie poppig zu wirken. Das zeigen besonders einige herausstechende Stücke des Albums wie z.B. Got Something For Ya von Sunny D. Levine oder A Poem In Slow Motion von Alice Rose.
Es ist jedoch zu beachten, dass das komplette Album als Konzeptalbum zu verstehen und vorallem zu hören ist. Ein Song baut auf den jeweiligen Vorgängertrack entweder musikalisch, stilistisch oder in der Stimmung auf oder bietet zumindest klangtechnisch einen passenden Übergang zum Folgetrack.

Wer nun denkt dies sei nicht mehr zu toppen, der wird von der aktuellen und gleichzeitig achten Release des Labels eines Besseren belehrt. 52 Weeks - The Pepper MillWährend die erste Release sich das Ziel von 30 Songs in 30 Tagen vornahm, birgt die aktuelle Veröffentlichung 52 Tracks, die innerhalb von 52 Wochen produziert wurden: “52 Weeks“. Das Konzept blieb gleich. Jeder Künstler hatte diesmal jedoch eine Woche Zeit einen Song zu vollenden. Interessant ist dabei, dass das Album in Jahreszeiten eingeteilt wurde, die sich musikalisch, sowie stilistisch und genretechnisch in der Musik wiederspiegeln. “Winter was all over the map, stylistically, while Spring was much more acoustic, with real instruments and voices and such… Summer on the other hand was faster, harder, very rhythmic… and then Fall was a combination of things.

Neben einem elektronischen Schwerpunkt, der dem “30 Days” - Album durchaus ähnelt, sorgen vorallem die Spring-Songs für eine Überraschung. Leichtfüßig und frühlingshaft kommen die poplastigen Indie/Folk/Acousticelectro/Pop-Songs daher und sorgen damit für eine langerwartete, hochqualitative und abwechslungsreiche Veröffentlichung in diesem Bereich. Auch wenn mein persönlicher Geschmack definitiv zu diesem Teil des Samplers tendiert, sei auch hier darauf hingewiesen, dass das Album als Gesamtkonzept angedacht ist und sich nur beim kompletten Durchhören vollends entfaltet. Das nimmt allerdings einige Zeit in Anspruch, denn die 52 Songs haben eine Gesamtlänge von fast zwei einhalb Stunden - und die sind ziemlich würzig!

Da der Frühling vor der Tür steht - hier der Frühlings-Teil des Samplers “52 Weeks”:

Montag - Un don d’ovules porteur de vie (BY-NC-ND)
Ghost Bees - Did The Red Sea Part? (BY-NC-ND)
Liger - Oh, Chicken Feathers! (BY-NC-ND)
Candy Claws - Poni Rides (BY-NC-ND)
Airship Island Growns (BY-NC-ND)
Polichinelle - Using Tacos To Catch A Thief (BY-NC-ND)
Eddie The Rat - Cosmonauts Dont Like Returning To Earth (BY-NC-ND)
The Winks - Dark Matter Revealed (BY-NC-ND)
Santosh - Man Leaves Fortune To Tortoise! (BY-NC-ND)
Peter Fuhry - Japanese Robot Likes Sushi, Fears President (BY-NC-ND)
These United States - A Day To Float The Bahnar Boat (BY-NC-ND)
Vandaveer - The Gregarious Brain (BY-NC-ND)
Broken Deer - New View Of Doomed Star (BY-NC-ND)

V.A. - 52 Weeks (ZIP) (BY-NC-ND)

52 Weeks @ The Pepper Mill
52 Weeks @ Archive.org

V.A. - 30 Days (ZIP) (BY-NC-ND)

30 Days @ The Pepper Mill
30 Days @ Archive.org

The Pepper Mill (Offizielle Seite)

TOP5 Ausgabe 010

Diesmal steht ein kleines “Another Record“-Special an. Das erst kürzlich von mir entdeckte französische Label hat eigentlich so viele tolle Songs zu bieten, dass noch 10 weitere Top5-Ausgaben damit bestückt werden könnten. Das Label widmet sich Musik, die in die eigenst gewählte Kategorie “Music for sensitive people” passt und streift dabei diverse Genre von Singer/Songwriter, Pop, Rock bis hin zu einer leichten elektronischen Note. Dabei stellte sich mir mal wieder die Frage wie so tolle Musik so lange unentdeckt bleiben konnte. Zum Glück hat dies nun ein Ende, denn wenn man sich die folgenden fünf Stücke zu Gemüte führt, bekommt man einen kleinen Eindruck der wohl ausgewählten und hochtalentierten Künstler des Labels, bei dem man übrigens auch neben den freien Downloads fast alle Alben als physischen Tonträger käuflich erwerben kann.

Odran Trümmel - Such a Mess (QUELLE, LIZENZ)
Julian Angel - Mystic Friend (QUELLE, LIZENZ)
Gina Artworth - Fourty Niners (QUELLE, LIZENZ)
Dirge - Summer Single (QUELLE, LIZENZ)
Half Asleep - Fill the turkey with your stupid jokes (QUELLE, LIZENZ)

Another Record (Offizielle Homepage)
Another Record @ Archive.org
Another Record @ Myspace

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