Google Drive mit bis zu 16 Terabyte!

Daten in der Wolke speichern. Ohne Ende.

Foto: CC BY Flickr/NASA
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Microsoft updatet SkyDrive, Dropbox erneuert sich und Google startet den Dienst Drive. Cloudservices sind damit endgültig im Consumerbereich angekommen. Das Feature der Datensynchronisation zwischen Desktop und Mobilgerät und der damit überall verfügbare Zugriff auf Dateien, die im besten Fall sogar noch von mehreren Personen gleichzeitig erstellt, verwaltet und bearbeitet werden können ist ein langersehnter Meilenstein, der nun endlich massenkompatibel wird und uns allen das digitale Leben hoffentlich ein wenig einfacher macht. (Die juristischen Implikationen einer Verbreitung der privaten Cloud-Dienste sind ebenso spannend)

Screenshot Google Drive PreiseWer sich via Google-Docs die Einstellungen genauer anschaut, der erkennt, über welche Kapazitäten wir in der Cloud verfügen werden. Google Drive startet mit 5 Gigabyte kostenlosem Speicher. Wer mehr will, muss zahlen. Während die Preise für das bisherige Google-Hosting durchaus günstig sind (20 GB für schlappe 5 Dollar im Jahr), schlägt die Wolke mit einem Vielfachen des Hosting-Preises zu Buche. Cloud-Hosting ist natürlich aufwändiger und dementsprechend teurer. Die 25 Gigabyte große Google-Wolke kostet 2,49 Dollar im Monat, für 100 Gigabyte muss man 4,99 Dollar monatlich zahlen. Maximal werden 16 Terabyte angeboten, die übersteigen dann aber auch mit 800 Dollar im Monat das Budget für Privatnutzer um ein Vielfaches (Man kann aber ganz sicher davon ausgehen, dass die Preise in den kommenden Monaten sinken werden, da der Wettbewerb in diesem Segment gerade erst begonnen hat. Die Konkurrenten bieten unterschiedliche Preise und Pläne.) Für Unternehmen dürfte das jedoch allemal interessant sein.

Diese Strategie, bzw. die Zahlen, die auf den Google-Seiten zu lesen sind, sind aus mehreren Gründen interessant, denn sie geben uns einen Eindruck davon, wie Google die Zukunft sieht. Heimische Festplatten werden demnach an Relevanz verlieren und Google wird unser komplettes digitales Vermögen verwalten. Unsere Daten. Nach unserem digitalen Verhalten und unserer virtuellen Identität übergeben wir nun also noch unseren digitalen Besitz in die wolkigen Hände des IT-Riesen.

Allerdings sollte nicht sofort ein Aufschrei verbunden mit einem Schwung der Datenschutzkeule erfolgen. Die zu Google hochgeladenen Daten werden laut Nutzungsbedingungen (Abschnitt “Ihre Inhalte in unseren Diensten“) lediglich zu technischen Zwecken der Speicherung und für die entsprechende Bereitstellung des Cloud-Dienstes verwendet bzw. vervielfältigt. “Bei einigen unserer Dienste können Sie Inhalte einstellen. Sie behalten Ihre Rechte als Urheber und alle bestehenden gewerblichen Schutzrechte an den Inhalten, die Sie in unsere Diensten einstellen. Kurz gesagt: Was Ihnen gehört, bleibt auch Ihres.” Amir Tamannai von Androidnext hat das so zusammengefasst: “Nach unserer Einschätzung sind eure Daten bei Google genauso sicher (oder unsicher) wie bei den großen Cloud-Konkurrenten; mit dem Unterschied, dass Google offensichtlich inzwischen so aufmerksam und sensibilisiert in Sachen Datenschutz ist, dass sie in Ihren Nutzungsbedingungen eben den einen oder anderen Satz mehr schreiben und genau erklären, was sie machen – wir finden das sehr löblich.”

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