Wir kennen uns. Wahrscheinlich.

Bild: CC-BY Flickr/Travel 2.0
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Das Kleine-Welt-Phänomen ist bereits seit Jahrzehnten bekannt, zumindest als Gedankenexperiment. Wir sind alle miteinander verbunden und kennen uns mehr oder weniger indirekt, über Freunde von Freunden, die wiederum Freunde haben, die Freunde kennen, mit denen wir indirekt eine Bekanntschaftsbeziehung haben. 1967 versuchte der amerikanische Sozialpsychologe Stanley Milgram erstmals dieses Gedankenexperiment mithilfe von Kettenbriefen in der Realität zu überprüfen. Seine Schlussfolgerung besagt, dass soziale Akteure über eine überraschend kurze Kette von gerade mal sechs Beziehungen miteinander verbunden sind.

In Zeiten von Sozialen Netzwerken lassen sich diese sozialen Verknüpfungen natürlich sehr viel leichter analysieren und genau das hat ein Team bei Facebook getan. Das höchst interessante Ergebnis: Zwischen zwei zufällig ausgewählten Facebooknutzern liegen derzeit gerade einmal 4.74 Personen, die sie voneinander trennen. Über knapp 5 “Ecken” sind wir also alle untereinander bekannt. Natürlich muss man diese Zahl etwas skeptisch betrachten, da der Freund- bzw. Bekannten-Begriff bei Facebook ja mehr oder weniger inflationären Charakter hat. Das ändert aber nichts an der dahinterliegenden Idee der globalen Vernetzung auf persönlicher Ebene.

Noch interessanter wird es bei der Betrachtung früherer Zahlen. The Verge weist darauf hin, dass eine vergleichbare Analyse vor drei Jahren noch 5.28 Personen zwischen zwei beliebigen Facebook-Nutzern erkannte. Eine Erklärung dafür könnte die global zunehmende digitale Vernetzung sein, die in gewisser Weise mit einer potenziellen Ausdehnung unserer “Freundeskreise” zusammenhängt. Denn je mehr Menschen wir kennen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir Freunde unserer Freunde kennenlernen bzw. enger an sie heranrücken. Die Welt wird also immer kleiner.

Noch mehr? Wie wär's hiermit:

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