Metawelle Mikroblog
Hinweis in eigener Sache: Metawelle gibt’s nun auch im Microblog-Format. Microblogging hielt ich eine lange Zeit für unnütz und nervig, bis ich in der Praxis herausfand, dass das alles ziemlich nützlich sein kann. Z.B. für kleine Linktipps und Infos, die nicht unbedingt einen Blogpost wert sind. Ab sofort werden außerdem alle Blogeinträge, bzw. deren Titel samt Link zum Beitrag zu identi.ca geschickt, um von dort aus zu Twitter gebeamt zu werden. Dazu wird das kleine aber feine WP-Plugin Identi.ca Tools benutzt. Wer will, kann dem Ganzen ab jetzt also folgen, bzw. follown.
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Comments ( 3 )
das problem ist über kurz oder lang die aufmerksamkeit.
die ist nämlich nur begrenzt verfügbar und nimmt nicht ebenso exponentiell zu wie die anzahl von web2.0-angeboten, die dieselbe zu bedienen versuchen…
ziemlich bald werden wir alle ganz große lust verspüren, den ganzen schnulli abzuschalten und keinerlei information [bild/text/ton] mehr aufnehmen zu müßen.
vielleicht dauert das noch ein bisschen, aber der punkt kommt.
garantiert.
hi martin,
da hast du natürlich recht. der tag hat schließlich nur 24 stunden und twitter ist schon eine ziemlich ausgereifte zeitverbrennungsmaschine. aber ich glaube, dass sich letztendlich nur einige plattformen, bzw. dienste durchsetzen werden. was diese social-network entwicklung angeht, stehen wir ja erst am anfang. vielfalt im angebot, eine große variation. die phase der selektion beginnt und es wird sich zeigen welche dienste sich durchsetzen werden und welche nicht.
ich hoffe ja immer noch, dass sich im bereich der social networks mal ein technischer standard etabliert, der es möglich macht auch zwischen den plattformen zu kommunizieren. die tausenden accounts die man heute braucht sind einfach nur nervig. mal schauen wo die reisen hingeht. spannend ist es allemal.
magst du rechthaben teilweise, ich wollte auf was anderes raus:
trend, alles nur mode-erscheinungen weil sie neu sind…
ich mach’s mal sinnbildlich [twitter = walkman]:
anfang der 80er liefen alle leute mit kopfhörern durch die gegend, weils neu war und total “in”.
irgendwann in den 90ern waren es dann schon bedeutend weniger “walkmännchen”, bzw. nur noch ein paar hochspezialisierte MD-sound-experten.
dann kam der mp3/ipod-trend den wir alle noch täglich auf der strasse beobachten können.
und ich glaube, es werden schon wieder weniger mitmenschen die demonstrativ ohrstöpsel in sich drin haben.
>>> fazit: es ist für die masse der leute nicht wirklich angenehm dauerhaft mit musik beschallt zu werden – meistens wünschen sie sich nichts sehnlicher, als etwas mehr ruhe…um auf die kleinen alarmblinker überall zurück zu kommen, möchte ich hiermit nur noch ausdrücklich die lektüre von georg francks “ökonomie der aufmerksamkeit” nahelegen, der rest erklärt sich dann von selbst… :)


